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Nordische Adventszeit: 11 Tipps für gemütliche Vorweihnachtswochen

Socken-Adventskalender

Nordische Adventszeit – so benennen wir einfach mal diese andere Vorweihnachtszeit. Denn alle Lieblingsereignisse wie Weihnachtsmarkt fallen dieses Jahr aus. Deshalb haben wir euch tolle Alternativen für die Vorweihnachtszeit zusammengestellt. Damit die vier Wochen vor Weihnachten für Klein und Groß zu einer ganz besonderen Zeit werden. 

Advent ohne Weihnachtsmarkt und ohne Weihnachtsfeiern, das ist für mich eine absolute Katastrophe. Schon als Kind tourte ich mit dem Schulorchester von Weihnachtsfeier zu Weihnachtsfeier. Und der Weihnachtsmarkt ist MEIN Markt, seit ich denken kann. 

Ich könnte da in der Adventszeit jeden Tag hingehen: Ob mittags eine Bratwurst oder abends ein Glühwein; nachmittags einen Bratapfel, Kartoffelpuffer, Räuchermännchen aus dem Erzgebirge, Honigkerzen…

Ihr merkt – ich bin da im Thema. Wie ist das bei euch? Ich freu mich über eure Antworten! 

Deshalb habe ich mich rechtzeitig damit auseinandergesetzt, wie ich diese vielen leer gewordenen Stunden in der Adventszeit sinnvoll füllen kann mit meiner Familie. 

Nordische Adventszeit habe ich dieses Projekt betitelt. Und weil mir so viele schöne Ideen kamen, möchte ich sie mit euch teilen.

Insa bei Glühwein trinken

Hier meine 11 besten Tipps und Ideen für eine spannende und entspannte „nordische Adventszeit

1. Der DIY-Adventskalender

Jedes Jahr frage ich mich wieder: Ist es Wahnsinn oder lohnt es sich, für vier Personen einen Adventskalender zu basteln UND zu füllen? Die Antworten fallen je nach Terminlage unterschiedlich aus. Aber tatsächlich: Spätestens wenn sie dann alle hängen und meine Familie aufgeregt davorsteht, weiß ich: Ein DIY-Adventskalender lohnt sich!

Falls ihr dieses Jahr endlich mal Lust habt, einen Kalender zu basteln, hier mein Favorit von Conny Geerken aus Dünsen, Autorin des DIY-Blogs ‘smillas wohngefühl’: Sie hat eigens für meinen Blog eine tolle Idee für einen selbst gemachten Upcycling-Adventskalender kreiert. Er ist leicht zu basteln und kostet kaum etwas – der Kalender besteht aus leeren Gläsern mit Schraubverschluss. Ich nehme gut gereinigte Gläser der RÜCKER Friesischer Hirtenkäse Salatwürfel. Für Upcycling-Ideen sind die einfach perfekt.

2. Der DIY-Adventskranz

Vorweihnachtszeit ist Dekozeit! Damit es besonders schön nordisch wird, haben wir uns einen ganz besonderen Adventskranz für euch ausgedacht: Ein Kranz aus Nüssen mit nur wenigen roten Akzenten. Der könnte direkt aus einer skandinavischen Wohnzeitschrift in euer Wohnzimmer gekommen sein. 

3. Traditionen pflegen

Nordische Adventszeit, das bedeutet für mich auch, Traditionen zu pflegen, um sie an meine Kinder weiterzugeben. Auch wenn ich nicht katholisch bin, so ist dennoch einer meiner Favoriten der schöne alte Brauch der Barbarazweige: Idealerweise schneidest du sie am Tag der Heiligen Barbara, am 4. Dezember. Besonders gut eignen sich dafür Kirschzweige, aber auch Zwetschgenzweige oder Forsythien gehen super. Sie blühen bis zum Weihnachtsfest auf. Die Zweige schräg anschneiden und in einer Vase mit lauwarmem Wasser an einem nur mäßig warmen Ort aufstellen. Mein Tipp: Die Zweige täglich mit kalkfreiem Wasser besprühen, das sorgt für saftig-frische Knospen. Außerdem das Vasenwasser ab und an wechseln.

Barbarazweige

4. Madita und Schnüpperle sind fester Bestandteil der nordischen Adventszeit

Was ist das Schönste an der Vorweihnachtszeit? Das für mich Allerschönste (neben dem Weihnachtsmarkt…): Gemeinsam lesen. Für mich ist das Vorlesen ein fester Bestandteil der Adventszeit. Natürlich immer dabei ist Astrid Lindgren, kaum jemand hat wohl besser den Weihnachtszauber eingefangen als sie. Wenn auch nicht so bekannt, so ist bei uns auch Schnüpperle jedes Jahr dabei; vom 1. Bis zum 24. Dezember begleiten kleine Geschichten von Schnüpperle uns dann durch die Vorweihnachtszeit. Ein absolut aus der Zeit gefallenes Buch und gerade dadurch ungeheuer wertvoll.

Schnüpperle zur Adventszeit

5. Plätzchen backen

Für mich ist es eigentlich so selbstverständlich, dass es vermutlich gar nicht erwähnenswert ist. Und dennoch nehme ich wahr, dass es in vielen Familien nicht mehr so ist. Dabei ist es so einfach: Simple Butterteigplätzchen mit den Kindern ausstechen, das geht wirklich schnell. Aber auch Zimtsterne oder Vanillekipferl sind noch relativ einfach zu machen. 

Genauso schön wie das Backen: Plätzchen verschenken. Für Verwandte, Freunde oder Kollegen – über hübsch verpackte Köstlichkeiten aus der privaten Weihnachtsbäckerei freut sich jeder. 

Plätzchen backen

6. Friesische Tea-time

Das solltet ihr zur nordischen Adventszeit unbedingt einplanen: Eine friesische „tea-time“. Wusstest du, dass nirgendwo auf der Welt wird mehr Tee getrunken als bei uns in Ostfriesland? Mehr als 300 Liter sind es pro Einwohner und Jahr. Ostfriesen-Tee kriegst du in jedem gut sortierten Vollsortimenter. Dann setzt du einfach Ostfriesentee auf, servierst ihn mit Kluntje und Sahne, dazu gebuttertes Rosinenbrot mit Alt-Mecklenburger Käse: Deine Familie wird begeistert sein. 

friesische tea-time

7. Winterfeuer zünden

Lagerfeuer, Feuertonne oder ein Barbecue – an einem kalten Adventsabend im Garten ein Feuer brennen zu sehen, das ist für uns Erwachsene ein echtes Winter-Highlight. Und für die Kinder ist es ein Abenteuer. Noch abenteuerlicher wird es mit einer Backaktion: Kinder lieben Stockbrotbacken. Wer einen Grill hat, braucht dafür kein Lagerfeuer. Einfach nach dem Grillen den Rost herunternehmen und die Stockbrote mit geringem Abstand zur Glut über der glühenden Restkohle goldbraun backen.

8. Gemeinsam schlemmen

Im Gegensatz zu den Wochen vor Ostern stehen die Wochen vor Weihnachten ganz im Zeichen von Genuss und gutem Essen. Entspannte Abende mit Familie und Freunden stehen an. Kaum etwas passt besser dazu besser als Fondue und Raclette. Beide Gerichte punkten mit generationsübergreifendem Geselligkeitsfaktor: Alle unterhalten sich, reichen Zutaten hin und her, schlemmen viele Stunden lang. Besonders wenn es Käsefondue und Käse-Raclette gibt. Bei Rücker haben wir schon vor Jahren eine norddeutsche Variante des Schweizer Klassikers entwickelt: Käsefondue  nach Wismarer Art. Was ich an Käse-Raclette so gerne mag: Es lässt sich perfekt vorbereiten, so muss ich als Gastgeber am Abend nicht mehr in der Küche stehen.

Extra-Tipp 1:

Käse und Wein ergänzen sich wunderbar. Selbst wenn eine Wein- und eine Käsesorte auf den ersten Blick gar nicht zusammen passen – die Beziehung kann prima funktionieren. Hier findest du Tipps für überraschende und altbewährte Genußmomente.
Wein zum Käse

Extra-Tipp 2:

Besonders nordisch wird es, wenn du Käse und Bier kombinierst. 
Die Vielfalt der Bieraromen ergänzt wunderbar die unterschiedlichen Käsearomen. Hier erkläre ich warum das so ist – und wer perfekt zu wem passt. 
Käse und Bier Störtebecker

9. Weihnachtsmenü ab Hof

Weihnachtsgans, Festbraten, Gemüse, Obst – die Zutaten der Weihnachtsmenüs sollten so frisch und qualitativ hochwertig wie möglich sein. Mein Motto: Saisonale Lebensmittel aus der Region. Die gibt es mittlerweile in vielen Supermärkten, auf dem Wochenmarkt sowieso. Und direkt beim Erzeuger: Hier im Norden verkaufen viele Landwirte ihre Produkte ab Hof, oft gekoppelt mit einem Café. So verbindest du den Weihnachtseinkauf mit einem Familienausflug. Leckeren naturgereiften Käse direkt vom Hersteller bekommt ihr im neuen Rücker ‘Das Käsehaus’ in Aurich. Und natürlich auch in Wismar.

Insas Kräutergarten vor Das Käsehaus

10. Echt nordisch – raus bei jedem Wetter

Nordische Adventszeit – das bedeutet lange Spaziergänge. Durch Wiesen und Felder oder an der Küste – die gute norddeutsche Luft hat man überall. Wobei mein Favorit eindeutig die Küste ist. In einer immer komplexeren, hektischen Welt, gibt das Meer ein Gefühl von Klarheit, Überschaubarkeit, Reduziertheit. Besonders im Winter ist das so. 

Und Strandspaziergänge im Winter sind nicht nur ein Sinneserlebnis, sie sind auch sehr gesund. Die salzige Luft befreit unsere Atemwege, das pusht Ausdauer und Leistungsfähigkeit, unser Immunsystem bekommt einen Energieboost – perfekt für die Abwehrkräfte. Klar, es kann im Winter lausig kalt sein bei uns im Norden. Doch wozu gibt es warme, wetterfeste Kleidung und Schuhe? Dick eingemummelt macht auch ein eisiger Winterwind nichts aus.

11. Soulfood genießen

Gerade in den dunklen, kalten Wochen und Monaten des Jahres ist nicht nur Bewegung wichtig, sondern auch das richtige Essen. Unser Körper braucht Energie, um Kälte und Krankheiten zu trotzen. Unsere Seele braucht Essen, das die Stimmung hebt – und damit automatisch die Abwehrkräfte stärkt. Soulfood, Essen für die Seele, das sind Gerichte, die uns glücklicher, zufriedener, entspannter machen. Gerade in der Vorweihnachtszeit ist gute Stimmung doch wichtig.

Viel Zeit mit der Familie verbringen, Genuss und gutes Essen zelebrieren, in der Natur aktiv sein – es gibt zig tolle Optionen die Wochen vor Weihnachten für Groß und Klein zu einer ganz besonderen, gemütlich-entspannten Zeit zu machen. 

Wie gestaltest du in diesem Jahr die Adventswochen? Mit welchen Aktionen bringst du dich und deine Familie in Vorweihnachtsstimmung? Wie immer freue ich mich darauf von dir zu hören. Per E-Mail, über Facebook oder auf Instagram.

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2 Kommentare zu „Nordische Adventszeit: 11 Tipps für gemütliche Vorweihnachtswochen“

  1. Marlies Lebegern

    Hallo, 11 schöne Tipps. Wir wohnen in Regensburg, die nördlichste Stadt Italiens, wird bei uns so genannt wegen dem italienischen Charme und der wunderschönen Altstadt, besonders in der Weihnachtszeit mit den vielen kleinen Gassen, sehr weihnachtlich geschmückt. Bei uns ist Tradition, Glühwein trinken und eine Bratwurstsemmel mit einer 50 cm langen Bratwurst essen, im Schloss bei der Fürstin. Kinder haben wir nicht. Aber weihnachtlich schmücken und Silvester Fondue essen, gehört dazu. Plätzchen und Stollen backen, ja klar. Barbarazweige, diese Tradition kennen wir auch. Lg und gesund bleiben Marlies

  2. Das sind wirklich schöne Tipps. Die Tradition der Barbarazweige kannte ich noch nicht. Aber sie ist wunderschön und ich werde es mit meinen Kindern ausprobieren….
    Liebe Grüße Bianca

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Insa Rücker

Insa Rücker

Ich bin Insa Rücker, verheiratet und Mutter von drei Kindern. Gemeinsam mit meinem Mann Klaus leite ich die Familienmolkerei Rücker.

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