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Lebensmittelsicherheit: Das strenge Kontrollsystem bei Rücker

Lebensmittelsicherheitskontrollen

Gesunde und sichere Lebensmittel – das ist zu jeder Zeit ein wichtiges Thema. Die gute Nachricht: Lebensmittel gelten nicht als Überträger des Coronavirus. Damit sich unsere Produkte stets unbedenklich genießen lassen, setzen wir bei Rücker ohnehin seit jeher auf strenge Kontrollen: Mit mehr als 1.800 Tests und Analysen überprüfen wir Tag für Tag die Sicherheit unserer Produkte. Ein Einblick in unser Qualitätsmanagement.

Sichere Lebensmittel – gerade in Zeiten wie diesen ein wichtiges Thema. Die Corona-Pandemie beeinträchtigt uns in allen Lebenslagen. Kein Wunder also, dass sich viele Verbraucher noch stärker als sonst mit der Frage beschäftigen, ob sich ihre Nahrungsmittel weiterhin unbedenklich konsumieren lassen. 

Auch wir bei Rücker erhalten viele Anfragen, ob etwa das Corona-Virus auf die Milch übergeht. Oder inwieweit die Schweinepest auch für Kühe gefährlich ist.

Euer Vertrauen in unsere Käse- und Molkereispezialitäten ist unser höchstes Gut. 

Was wir als Hersteller alles leisten, um euch sichere Lebensmittel anzubieten, darüber habe ich mit Nicola Velken und anderen KollegInnen gesprochen. Nicola  leitet bei Rücker den Bereich Qualitätsmanagement (QM) und arbeitet seit 20 Jahren in unserem Unternehmen.

Käse und Kühe sind keine Corona-Überträger

Ein entscheidender Punkt aus dem Gespräch gleich vorab: Derzeit gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass das Coronavirus durch Lebensmittel übertragen wird. Auch Lebensmittelverpackungen gelten nicht als potenzielle Infektionsgefahr. Nutztiere wie Milchkühe sind nach gegenwärtigem Wissensstand ebenfalls nicht mit Covid-19 infizierbar, dasselbe gilt für ihre Futtermittel. Das bedeutet: Von Käse, Milch und Milchkühen geht demnach kein erhöhtes Risiko als Quelle oder Überträger des Virus aus.

Strengste Gesetze zur Lebensmittelsicherheit

Was bedeutet eigentlich Lebensmittelsicherheit? Es bedeutet nicht, dass Lebensmittel zu 100 Prozent frei von jeglichen Bakterien und  Keimen sind. Lebensmittel sind schließlich Naturprodukte. Dazu kommt: Nicht jeder Keim, nicht jede Bakterie ist schädlich. Im Gegenteil. Viele Lebensmittel brauchen Hefen und Schimmel um überhaupt zu reifen und zu schmecken, darunter Bier, Brot, Joghurt – und eben auch viele Käsesorten.

Mit den heutigen Prüfmethoden lassen sich in jedem Produkt – vom Rohstoff bis hin zum verzehrfertigen Lebensmittel alle Arten von Substanzen, Bakterien und Keime nachweisen. Als Hersteller unterliegen wir strikten Grenzwerten für gesundheitsschädliche Substanzen, die ein Lebensmittel nicht überschreiten darf. Da Deutschland eines der strengsten Lebensmittelgesetze der Welt hat, gehören hierzulande produzierte Lebensmittel zu den am besten kontrollierten der Welt.

 

Mehr als 1.800 Kontrollen und Analysen

Damit sich unsere Käsespezialitäten und Molkereiprodukte stets unbedenklich genießen lassen, setzen wir bei Rücker auf sehr viele und sehr strenge Kontrollen. Mit mehr als 1.800 Tests und Analysen überprüfen wir Tag für Tag die Sicherheit unserer Produkte, dabei durchleuchten wir den kompletten Herstellungsprozess – vom Milchhof bis zur Verpackung der fertigen Produkte. Die hohe Zahl Checks zeigt: Unser Kontrollsystem ist äußerst komplex. Zugleich ist es ein spannendes Thema – und ein wesentlicher Teil unseres Unternehmens, auf den wir sehr stolz sind.

Führungskultur bei Rücker

Kontrollsystem startet am Milchhof

Alles beginnt bei den Landwirten, von denen wir täglich unsere Küstenbauernmilch bekommen. Für unsere Käsespezialitäten verwenden wir ausschließlich Kuhmilch von Höfen, die maximal 80 Kilometer von den norddeutschen Küsten entfernt liegen. Das Prinzip garantiert einen immer frischen Rohstoff aus der Region, außerdem sind die kurzen Transportwege gut für Klima und Umwelt. Mehr als 500 Landwirte beliefern die Rücker-Werke in Aurich und Wismar. Jeden von ihnen kennen wir persönlich, oft besteht die Geschäftspartnerschaft seit vielen Jahren oder sogar Jahrzehnten.

Norddeutsches Küstenbauernmilch Siegle

Gesunde Tiere, gesunde Milch

Einer unserer Lieferanten: Landwirt Dirk Huhne in Bergfeld, ein Dorf in Schleswig-Holstein. Huhne hält 180 Milchkühe, zwei Mal am Tag wird gemolken. Bevor eine Kuh durch die Melkanlage geht, prüfen seine Mitarbeiter ob das Tier gesund ist, vor allem begutachten sie den Zustand des Euters. „Eine kranke Kuh melken wir nicht“, sagt Huhne.

Gesundheit und Wohlergehen der Tiere sind ein zentraler Bereich beim QM-Milch, dem Qualitätsmanagementsystem der deutschen Milchwirtschaft. Der Branchenstandard gibt den Erzeugern 55 strenge, nachprüfbare Qualitätskriterien vor, von der Sicherheit des Tierfutters bis zu Untersuchungen der Rohmilch. Unabhängige Kontrolleure prüfen regelmäßig, ob die Landwirte die Standards einhalten. „Jeder unserer Partnerbetriebe muss die Anforderungen des QM-Milch erfüllen“, sagt Karsten Scheil, unser Lieferantenbetreuer im Werk Wismar. „Der Branchenstandard gewährleistet nicht nur die Sicherheit der Milch, er garantiert auch die Transparenz und Rückverfolgbarkeit des gesamten Produktionsprozesses.“

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Dirk Huhne

Motto: „Wir sind ein Wellness-Hotel für Kühe, das kommt der Sache hier am nächsten.“
Standort: Bergfeld

Der Hof von Familie Huhne in Bergfeld in Schleswig Holstein legt großen Wert auf das Wohl der Tiere und wurde dafür bereits mehrfach ausgezeichnet. Die Kühe des Hofes liefern die frische Küstenbauernmilch für die Käsespezialitäten der Familienmolkerei Rücker.

Erste Proben schon im Milchsammelwagen

Qualitätskontrollen im Milchsammelwagen

Die frische Milch von Huhnes Kühen fließt in einen Tank, dort lagert sie bei maximal sechs Grad bis der Sammelwagen sie frisch abholt. Der Fahrer misst zunächst die Milchtemperatur, liegt sie über sechs Grad, nimmt er die Ware nicht an. Während des Betankens zieht ein Gerät im Wagen kontinuierlich Tröpfchen aus der Milch, die gesammelte Probe gibt der Fahrer am Rücker-Werk ab. Ein Mitarbeiter checkt Geruch, Farbe und Konsistenz der Milch und prüft per Schnelltest, ob sie Rückstände aus Tierarzneimitteln enthält. Auch die Hygiene des Sammelwagens nimmt er genau unter die Lupe. Ist alles in Ordnung, pumpt der Wagen die Milch in den einen der großen Werkstanks.

Und dann geht es mit den Kontrollen erst richtig los. In beiden Werken haben wir ein eigenes Labor. Insgesamt 45 Mitarbeiter kümmern sich dort um die Sicherheit unseres Rohstoffs und unserer Produkte. Im ersten Schritt untersuchen sie die gelieferte Rohmilch auf Rückstände von Tierarzneimitteln, sie messen den pH-Wert der Milch, stellen ihren Fett- und Eiweißgehalt fest, sie checken die Milch auf gefährliche Keime. Auf eventuelle Rückstände von Pestiziden, Schwermetallen und auf Spuren von Radioaktivität lassen wir die Milch regelmäßig von externen Laboren checken. 

Milchwirtschaftliche Laborantin
Aufbewahrung der Käsebrote im Reifekeller

Nach dem Pasteurisieren der Rohmilch – bei Rücker mit der klassischen Kurzzeitmethode – prüft einer unserer Laboranten, ob die für den Menschen schädlichen Keime tatsächlich abgetötet wurden. Dann misst er erneut alle Milchwerte. Nur wenn die Milch alle Tests und Proben besteht, gibt sie das Labor für die Käseherstellung frei.

Abwasser, Raumluft – alles wird kontrolliert

Im Produktionsprozess selbst gibt es nichts, das die Labor-Teams nicht kontrollieren. Sie gehen mit Wattetupfern über Maschinen und Geräte im Werk, um Keime zu entdecken. Sie analysieren die bei der Käseherstellung entstehende Molke. Sie prüfen die Salzlake für alle Käse und die Lösung, mit der wir unsere naturgereiften Käse während der Reifezeit immer wieder einreiben. Sie checken das Trinkwasser, das wir in der Produktion nutzen, und die Abwässer, die dort entstehen. Sie kontrollieren die Fichtenholzbretter, auf denen unsere Käse im Reiferaum des Wismarer Werks liegen und analysieren die Raumluft. Sie prüfen die Verpackungen der Scheibenware: Sind die Schweißnähte dicht? Sind irgendwelche Fremdkörper in der Käsepackung? Ist der Sauerstoffgehalt in der Verpackung niedrig genug, dass sich kein Schimmel bildet?

Produktsicherheit

Proben an Abflüssen, Türklinken, Schuhsohlen

Ist ein Produktionsdurchlauf beendet, nehmen unsere Labormitarbeiter erneut Abstriche der Geräte und Anlagen. Die Kollegen in der Fertigung bauen die Maschinen auseinander und säubern alles mit einer eigens angesetzten Reinigungslösung plus steriler Luft. Auch die Lösung und die Luft kontrollieren wir zunächst im Labor. 

Ist alles wieder zusammengebaut und bereit für die nächste Käseproduktion, nehmen unsere Labor-Teams die Anlagen ab: Per Schnelltest stellt ein Laborant eventuelle Verunreinigungen fest, außerdem nimmt er Proben an den Abflüssen in den Fußböden, an Türklinken, Treppenläufen, Wänden, er kontrolliert die Schuhsohlen und Hände der Kollegen in der Produktion. „Wir ziehen überall im Fertigungsprozess Proben, tritt ein Problem auf, lässt sich die Quelle meist schnell ausmachen“, sagt QM-Leiterin Velken.

Checks der Laborgeräte

Einige der gesammelten Proben analysieren unsere Labore selbst. Andere werden zu externen Laboren geschickt. Krankmachende Keime wie Salmonellen und Listerien sind in unseren Werken ein absolutes Tabu. Routinemäßige Proben darauf gehen direkt an externe Labore. „So vermeiden wir, dass sich gefährliche Bakterien überhaupt erst im Werk ansiedeln“, erklärt Elke Rohlfs, unsere Laborleiterin im Werk Wismar. Sogar die Analysegeräte unserer Labore lassen wir von unabhängigen Instituten regelmäßig überprüfen.

Produktkontrollen

Wie gut wir unsere Produktion und unsere Produkte kontrollieren, wird wiederum von externen Prüfern kontrolliert. Veterinäre der zuständigen Behörden kommen regelmäßig vorbei, nehmen Proben und überprüfen unsere Werke, das passiert auch unangekündigt. Dazu kommen Kontrollen durch die Handelsunternehmen, die wir beliefern. Als Lebensmittelhersteller unterliegen wir zwar europäischem und nationalem Recht. Diese Ansprüche erfüllen wir selbstredend. Doch wir gehen sogar einen Schritt weiter: Rücker hat sich einem internationalen Qualitätsstandard verpflichtet, den die Handelspartner entwickelt haben. Mehr als 260 Kriterien sind bei dem Standard zu erfüllen, sie decken den kompletten Fertigungsprozess ab. 

Labor Hilfsmittel

1.800 Laboranalysen pro Tag

Von der Rohmilch des Bauern Huhne bis zum leckeren Alter Schwede im Wismarer Reifekeller: Wer was wann wo und wie kontrolliert, das legen wir in Prüfplänen genau fest. Aktuell gibt es bei Rücker bei mehr als 4.000 Dokumente, die etwas mit Produktqualität und Lebensmittelsicherheit zu tun haben. Alleine im Werk Aurich wertet das Labor-Team jeden Tag gut 1.800 Ergebnisse aus. Jedes Jahr sind es etwa 60 Tage, an denen Kontrolleure unsere Werke durchleuchten. 

Käsespezialitäten und der Rohstoff Milch

Der Aufwand für die Vielzahl unserer Kontrollen und Analysen lohnt sich: Seit Jahren erfüllt Rücker bei der Lebensmittelsicherheit die höchsten internationalen Standards. Eine Erfolgsbilanz, auf die wir stolz sind – und uns motiviert unsere Ansprüche weiter so hoch zu halten. Denn Vertrauen ist gut. Doch Kontrollen sind besser.

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2 Kommentare zu „Lebensmittelsicherheit: Das strenge Kontrollsystem bei Rücker“

  1. Eine umfangreiche Analyse von Lebensmitteln ist in der Tat wichtig, um Gewissheit über die Qualität zu bekommen. Auch ein chemisches Gutachten ist sehr aufschlussreich über die Inhaltsstoffe und Nährwerte verschiedener Nahrungsmittel. So kann unter Anderem ermittelt werden, ob ein bestimmtes Produkt zulassungsfähig ist.

  2. Erica Diehr-Ennemoser

    interessant Ihr Slogen “ von Käse und Kühen, kein Korona Überträger, Gott sei Dank, da wäre ich sehr damit bestraft.
    ich liebe Käse über alles.
    Gruß Erica Diehr-Ennemoser vom Niederrhein

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Insa Rücker

Ich bin Insa Rücker, verheiratet und Mutter von drei Kindern. Gemeinsam mit meinem Mann Klaus leite ich die Familienmolkerei Rücker.

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