Zu gut für die Tonne – 6 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Lebensmittel wegwerfen ist für mich eines der dringlichsten Themen, wenn wir über Nachhaltigkeit reden. Unmengen Nahrungsmittel landen im Müll, obwohl sie vermutlich noch lange essbar wären. Hier ein paar Tipps für den sicheren Umgang mit abgelaufenen Lebensmitteln.
Lebensmittelverschwendung vermeiden und richtig einkaufen

Viel zu viele Lebensmittel landen im Müll. Weil man sie direkt nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums wegwirft. Obwohl viele Lebensmittel oft noch lange gut sind. 6 Tipps, um weniger Lebensmittel wegzuwerfen.

Ganz ehrlich: Wie oft passiert es dir, dass du Lebensmittel wegwirfst? Etwa weil das MHD abgelaufen ist oder man zu viel gekauft hat und die offene Packung nun schon Tage im Kühlschrank vor sich hin schlummert? Im Freundeskreis oder auch bei Müttern ist das häufig Gesprächsstoff. Daran merke ich – es betrifft jeden. 

Weltweit hungern 815 Millionen Menschen. Gleichzeitig werden in den wohlhabenden Ländern tadellose Lebensmittel weggeworfen. Das macht weltweit jedes Jahr 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel im Müll. Ein Drittel der Nahrung, die global produziert wird, geht verloren. Während der Produktion und beim Verarbeiten, im Handel und im Haushalt. Allein in Deutschland werfen wir jedes Jahr elf Millionen Tonnen Lebensmittel weg. 

Das sind unfassbare Mengen. Und es ist eine unfassbare Verschwendung. Denn das Problem ist für mich nicht nur ein ethisches. Lebensmittel wegwerfen ist auch ein Problem für die Umwelt und für die Wirtschaft. Schließlich kosten das  Erzeugen und auch das Vernichten von Nahrungsmitteln Rohstoffe, Energie und Wasser. Lebensmittel wegwerfen bedeutet ein Verschwenden wertvoller Ressourcen. Ressourcen, die für unsere Kinder nicht mehr da sein werden.

Weil mir der bewusste Konsum und ein nachhaltiger Lebensstil so wichtig sind, achte ich sehr darauf, wie wir als Familie mit Nahrungsmitteln umgehen. Dafür habe ich Regeln aufgestellt, an die wir uns halten.

Meine sechs Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

1. Gut planen

Wenn du möglichst genau planst was in der kommenden Woche auf den Tisch kommen soll, kaufst du automatisch weniger Lebensmittel. Nur wer das kauft, was er wirklich verbraucht, der muss auch nichts wegschmeißen.

2. Kühlschrank mit System füllen

Lebensmittel brauchen im Kühlschrank unterschiedliche Temperaturen. Außerdem ist es wichtig neue, frisch gekaufte Produkte weiter hinten zu lagern und zunächst die älteren zu verbrauchen.

Käse im Kühlschrank richtig aufbewahren

3. Obst und Gemüse richtig lagern

Viele Obst- und Gemüsesorten haben ein Pflanzenhormon, das andere Sorten schneller reifen lässt. Bananen etwa oder auch Zitronen. Also bewahrt man sie am besten getrennt voneinander auf. Salate bleiben lange frisch, wenn du sie in ein feuchtes Geschirrtuch wickelst und in das Gemüsefach des Kühlschranks legst. Pilze offen in einer Schale im Kühlschrank aufbewahrt halten bis zu zehn Tage.

4. Reste richtig aufbewahren

Bleibt vom Essen etwas übrig, füllst du es am besten in Schraub- oder Einmachgläser. Denn anders als die klassischen Kunststoff-Dosen ist Glas komplett geruchs- und geschmacksneutral. Außerdem hat es einen besseren Kühleffekt. 

Nudelsalat im Einmachglas

5. Lebensmittel einfrieren

Wenn Du einen großen Tiefkühlschrank hast, lassen sich viele Lebensmittel lange aufbewahren. Nicht nur Brot, Gemüse, Fleisch und Fisch. Sogar Käse, Milch und Eier lassen sich einfrieren. Für die Eier eignet sich am besten eine Eiswürfelform. Bei Bedarf lässt Du die benötigte Menge einfach auftauen. Bleiben große Mengen von einem Mittagessen übrig, etwa Nudeln mit Bolognese, friere ich sie gleich weg. Dann hat man immer mal eine Reserve für den Notfall.

6. Haltbarkeitsdatum checken:

Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf Verpackungen ist entspannt zu sehen. Viele Lebensmittel sind auch nach Ablauf des MHD noch bedenkenlos genießbar. Deshalb: Nicht einfach wegwerfen, sondern erstmal probieren. Die Ausnahme ist Schimmel: Hat ein Lebensmittel schimmelige Stellen, musst Du es komplett entsorgen.

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Insa Rücker

Insa Rücker

Ich bin Insa Rücker, verheiratet und Mutter von drei Kindern. Gemeinsam mit meinem Mann Klaus leite ich die Familienmolkerei Rücker.

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